Franziskusweg: die neue Erlebnisstation Wind
Auf dem Franziskusweg am Mariahilfberg in Amberg gibt es eine neue Station. Eine Station, die Wind erfahrbar macht. Die Idee dazu hatte die Klasse 8 der Rupert-Egenberger-Schule. Sie hat ein Geodom gezimmert. Was das ist, gibt es hier zu lesen. Noch besser aber: Schaut beim nächsten Spaziergang doch einmal selbst vorbei und probiert es aus!
Es klappert leise in den Ästen. Irgendwo klingeln kleine Glöckchen. Bunte Stoffbänder bewegen sich mal sanft, mal wild im Wind hin und her. „Hörst du den Wind?“ steht auf einem der Holzklötze. Die Buchstaben sind eingefräst und mit Farbe ausgemalt. Wer hier Platz nimmt, kann dem Wald lauschen – und dem Wind. Die Holzhocker befinden sich in einem sogenannten Geodom. Das ist eine halbrunde Holzkuppel. Sie sieht aus wie ein riesiges Steckspiel. Man kennt solche Geodome aus Gärtnereien. Sie werden oft als Gewächshäuser genutzt. Am Berg erfüllt dieser Geodom aber einen anderen Zweck.
Die Idee zur neuen Station kam von der Klasse 8. Die Jugendlichen wollten wissen: Wie kann man Wind sichtbar machen? Wie kann man ihn hörbar oder spürbar machen? Um das herauszufinden, ging es zunächst gemeinsam auf den Berg zur alten Station auf den Franziskusweg. Hier wurde überlegt, wie der neue „Wind-Raum“ aussehen könnte und im Unterricht dazu Skizzen gezeichnet und ein Modell gebaut. Professionelle handwerkliche Unterstützung für die Umsetzung bekam die Klasse von Thomas Ertel vom Fachdienst. Er leitete die Jugendlichen an und zeigte ihnen, wie die Holzteile gesägt, gebohrt und geschliffen werden mussten, damit alles perfekt zueinander passt. Wenn es schwierig wurde, half er – mit Anleitung, aber auch mit den eigenen Händen.
Das fertige Geodom ist heute mehr als ein Ort zum Innehalten und Verweilen. „Er lebt auch durch seine Besucher“, erklärt Nadine Heldrich. Manche bringen Windspiele, Glöckchen oder Stoffbänder mit. Manche setzen sich einfach still hin. Andere beobachten, wie sich alles im Wind bewegt. Der Ort verändert sich immer wieder – genau wie der Wind selbst.
Übrigens: Auf dem Franziskusweg gibt es noch weitere Stationen rund um die Elemente zu entdecken. Es werden immer wieder Stationen ausgebessert, erneuert oder komplett umgestaltet. Daher lohnt es sich, regelmäßig vorbeizuschauen, um zu sehen, was sich Neues getan hat.