Seepferdchen-Prüfung erfolgreich bestanden
Fünf Kinder aus der Tagesstätte der SVE Luitpoldhöhe haben in den vergangenen Monaten ein ganz besonderes Angebot genutzt: 30 Mal fuhren sie ins Therapiebad der Rupert-Egenberger-Schule, um dort schwimmen zu lernen. Am Ende absolvierten alle erfolgreich die Seepferdchen-Prüfung im Amberger Kurfürstenbad.
“Die Kinder haben von Anfang an begeistert mitgemacht und hatten Spaß daran, die Unterwasserwelt kennenzulernen und nach verschiedenen Gegenständen zu tauchen”, erzählt Susanne Bankhead vom Fachdienst der Tagesstätte.
Nachdem sich schnell alle wohl, getragen und sicher im Wasser fühlten, konnte dazu übergegangen werden, die Schwimmbewegungen zu erlernen. Das war ganz schön anstrengend. Deswegen gab es zwischendurch immer wieder Pausen mit verschiedenen Spielen, Tauchübungen und buntem Wasser! Das motivierte und spornte an, danach weiter zu üben.
Als die Technik allmählich saß, ging es weiter: Der Schwimmgurt wurde schrittweise “abgebaut” – Baustein für Baustein. Ein Prozess, der Zeit brauchte. Bei dem einen Kind mehr, beim anderen weniger. Doch am Ende standen sie alle frei im Wasser – nicht nur körperlich, sondern auch innerlich.
Dann kam das große Finale: Die Seepferdchen-Prüfung im Amberger Kurfürstenbad. Neues Bad, neues Becken, neue Regeln. Und: eine 25-Meter-Bahn, die plötzlich doppelt so lang schien wie davor. Dazu der Zeitdruck: Ab Juni sollte das Bad schließen. Es blieb also wenig Raum für Nervenflattern. Aber die Kinder? Ließen sich nicht beirren. Sie zogen ihre Bahnen und bestanden. Alle.
Was bleibt? Ein Abzeichen mit einem kleinen gelben Seepferd – und ein großes Stück gewachsenes Selbstvertrauen. Denn wer schwimmen lernt, lernt mehr als nur eine Technik. Er lernt: Ich kann etwas schaffen. Ich darf stolz auf mich sein. Ich bin Teil der Welt.
Und vielleicht ist das die größte Leistung dieses Angebots. Eine stille, aber nachhaltige Einladung zur Teilhabe – getragen von Wasser, getragen von Menschen.