Schulbegleitung

 

„Wir schätzen es sehr, dass Aktion Mensch unseren Antrag bewilligt hat und uns beim weiteren Ausbau der Koordinationsstelle „Schulbegleitung“ finanziell für 4 Jahre unterstützt“, freut sich die Geschäftsführerin Katrin Panek.

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Koordinationsstelle „Schulbegleitung“ durch Aktion Mensch gefördert

Seit September 2015 gibt es bei der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach e. V. eine Koordinationsstelle, die sich „Schulbegleitung“ nennt. Ihre Projektverantwortliche ist Nadine Najera. Sie übernimmt die kostenlose Beratung und Unterstützung der Eltern sowie der Schulbegleitungen und die Kooperation mit anderen Kostenträgern.

„Wir schätzen es sehr, dass Aktion Mensch unseren Antrag bewilligt hat und uns beim weiteren Ausbau der Koordinationsstelle „Schulbegleitung“ finanziell für 4 Jahre unterstützt.“, freut sich die Geschäftsführerin Katrin Panek. Für viele ist der Begriff „Schulbegleitung“ jedoch unbekannt, obwohl dieser Tätigkeitsbereich bereits auf die 1980er Jahre zurückgeht. Zu dieser Zeit gab es bereits für Kinder mit Beeinträchtigung erste Hilfestellungen, um ihnen den Alltag in der Regelschule zu ermöglichen. In den 1990er und 2000er Jahren hat sich der Bereich immer mehr etabliert. Die Notwendigkeit von Schulbegleitungen wurde schließlich durch die UN-Behindertenkonvention, die  2006  für alle Kinder mit und ohne Behinderung ein gleiches Recht auf Bildung und Erziehung forderte, verstärkt.Bis heute steigt die Zahl der Schulbegleiter stetig und liegt bei der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach e. V. derzeit bei 20, wobei hier Kinder mit sowohl geistiger und seelischer sowie körperlicher Beeinträchtigung unterstützt werden.„Dabei ist der Ausbildungsstand nicht unbedingt relevant. Die Mitarbeitenden erhalten Weiterbildungsmaßnahmen, um einen gewissen Standard zu gewährleisten, “ verdeutlicht Nadine Najera. Das Aufgabengebiet von Schulbegleitungen ist sehr weit gefasst. Sie unterstützen ein bestimmtes Kind mit Förderbedarf, so dass ihm die Teilnahme am Unterricht an einer Regelschule ermöglicht wird.  Sie geben beispielsweise Hilfestellungen in lebenspraktischen Tätigkeiten wie der Vorbereitung des Arbeitsplatzes oder der Mobilitätsbewältigung im Schulhaus. Darüber hinaus bieten sie dem jeweiligen Kind Unterstützung im emotionalen sowie sozialen Bereich, um die Integration sowie die Kommunikation innerhalb der Klasse zu sichern. Dass eine Schulbegleitung viele Vorteile für die Schule, das Kind sowie seine Eltern mit sich bringt, erklärt Nadine Najera, so: „In erster Linie geht es hierbei um den Inklusionsgedanken. Kinder mit Beeinträchtigung sollen auch an einer Regelschule beschult werden. Durch die Hilfe einer festen konstanten Bezugsperson kann das Kind an Sicherheit gewinnen. Ebenso entwickelt es eine Akzeptanz und einen angemessenen Umgang mit der eigenen Beeinträchtigung.“ Ob und wie für ein Kind eine Schulbegleitung beantragt werden kann, lässt sich am besten in einem kostenlosen, persönlichen Beratungsgespräch feststellen. Bei der Auswahl der Schulbegleitung haben die Eltern selbstverständlich Mitspracherecht. Die Finanzierung wird, je nach Behinderungsart, von dem jeweiligen Sozial- und Jugendhilfeträger gewährleistet.

Von links: Nadine Najera (Koordinationsstelle Schulbegleitung) und Katrin Panek (Geschäftsführerin)

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