Rupert-Egenberger-Schule

Förderzentrum mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung

Schülerinnen und Schüler

Das Lernangebot der Rupert-Egenberger-Schule richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 21 Jahren.
Vor der Schulaufnahme erfolgt eine ausführliche sonderpädagogische Diagnostik, bei der als Voraussetzung für den Besuch der Schule hoher sonderpädagogischer Förderbedarf im Bereich der geistigen Entwicklung festgestellt werden muss. Der Förderbedarf kann sich auch auf mehrere Entwicklungsbereiche erstrecken.
Der Besuch des Förderzentrums ist freiwillig. Es werden nur Schülerinnen und Schüler aufgenommen, deren Eltern mit dem Besuch dieser Schule einverstanden sind.

Ziel

Übergeordnetes Ziel des Unterrichts ist es, Schülerinnen und Schülern umfassende Bildung zu vermitteln. Dabei werden Schwerpunkte gesetzt:

  • Förderung mathematischer Fähigkeiten von der Pränumerik über die Anwendung von Rechenoperationen in unterschiedlichen Zahlenräumen bis hin zum Umgang mit Größen und Maßeinheiten
  • Schriftspracherwerb angefangen von der Informationsentnahme aus Gegenständen und Bildern bis hin zum Lesen von Büchern und Gebrauchstexten
  • in Anlehnung an die Lehrpläne für die Grundschule grundlegender Wissenserwerb im Sachunterricht
  • vereinfachtes Grundwissen aus den Fächern Biologie, Physik, Sozialkunde und Erdkunde
  • fachspezifische Arbeitsweisen aus den Fächern Hauswirtschaft und Werken

Darüber hinaus ist es Ziel, den Schülerinnen und Schülern Schlüsselkompetenzen zu vermitteln, mit deren Hilfe sie ihr Leben so selbständig wie möglich bewältigen können. Dazu gehören vor allem

  • Mut und Selbstbewusstsein als Grundlage für die Fähigkeit zur Selbst- und Mitbestimmung,
  • Bereitschaft zur Übernahme von Eigenverantwortung und Erwerb von Sozialkompetenz,
  • realistische Selbsteinschätzung eigener Fähigkeiten und Grenzen,
  • lebenspraktische Fertigkeiten als Voraussetzung für eine möglichst selbständige Lebensführung.
Unterrichtsgestaltung

Unterrichtsinhalte wählen wir auf der Grundlage der staatlichen Lehrpläne und orientiert an den Interessen der Schülerinnen und Schülern aus. Ausgangspunkt für das Lernangebot ist eine sorgfältige Diagnostik, bei der das Erkennen der Stärken von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt steht. Im Rahmen der zusammen mit der heilpädagogischen Tagesstätte erstellten Förderpläne werden individuelle Ziele für jeden einzelnen festgelegt. Die Vermittlung von Arbeitstechniken für aktives und selbständiges Lernen ist uns ebenso wichtig wie die Anwendung von Methoden, die alle Sinne einbeziehen und Denkprozesse in Gang setzen.

Besondere konzeptionelle Schwerpunkte
  • Projektarbeit
  • Unterstützte Kommunikation
  • Förderung von Schülerinnen und Schülern mit mehrfachem und intensivem Förderbedarf
  • Verkehrserziehung / Mobilität: Fußgänger – Fahrradführerschein – Mofaführerschein – Training zur Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs
Personal

Die Lehrkräfte werden im Unterricht von zusätzlichem Personal unterstützt:

  • Schulbegleitungen sind Schülern mit besonders hohem Förderbedarf zugeordnet und sorgen dafür, dass diese so umfassend wie möglich am Unterricht teilnehmen können. 
  • Kinderpflegerinnen übernehmen pflegerische Aufgaben und leiten im Rahmen der Differenzierung Übungseinheiten an.
Klassenbildung und Differenzierung
Sieben bis 12 Schülerinnen und Schüler besuchen eine Klasse. Vorrangiges Kriterium für die Zusammensetzung der Klassen ist die Altersgleichheit. Darüber hinaus wird so weit wie möglich versucht, Klassen zusammenzustellen, deren Schüler bezüglich ihrer sozial-emotionalen Kompetenzen und Interessen harmonieren.
Im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler sind alle Klassen äußerst heterogen zusammengesetzt. Damit realisieren wir unser Leitbild, in dem es heißt: Wir streben verschiedene Möglichkeiten gemeinsamen Lernens aller Kinder und Jugendlicher an.
Den sehr unterschiedlichen Lernbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler einer Klasse versuchen wir gerecht zu werden durch
  • innere Differenzierung in Form des Lernens am gemeinsamen Gegenstand mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Zugangsweisen,
  • äußere Differenzierung in Form von klassenübergreifenden Lern- und Fördergruppen.
Kooperation
Unsere Schule ist offen für unterschiedliche Kooperationspartner und -projekte. Die Zusammenarbeit kann zeitlich begrenzt, aber auch kontinuierlich über einen längeren Zeitraum erfolgen.
Derzeit arbeiten wir unter anderem zusammen mit:
  • der Albert-Schweitzer-Grundschule in Amberg
  • dem Max-Reger-Gymnasium in Amberg
  • den 5. und 6. Klassen der Luitpoldschule
  • der Institutsambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie Amberg
  • der Bereitschaftspolizei Sulzbach-Rosenberg
  • dem Seniorenheim Evergreen in Schnaittenbach
Räumliche Bedingungen
In unserer Schule verfügen die meisten Klassenzimmer über einen Nebenraum.
Für den Fachunterricht stehen zur Verfügung:
  • ein Computerraum mit 10 Arbeitsplätzen
  • ein Musikraum
  • drei Schulküchen, z. T. mit höhenverstellbaren Arbeitsflächen
  • drei Werkräume für Werken mit Holz und Metall
  • ein Maschinenraum zur Holzbearbeitung
  • zwei Werkräume für das Arbeiten mit Farbe und Ton
  • ein Handarbeitsraum
  • eine Sporthalle mit Kletterwand
  • ein Schwimmbad mit höhenverstellbarem Boden

In den Außenanlagen befinden sich ein Sand- und Wasserspielplatz sowie ein Abenteuerschiff. Für Sportveranstaltungen stehen ein Allwetter- und ein Bolzplatz zur Verfügung.

Besonderheiten der materiellen Ausstattung
  • Alle Klassenzimmer sind mit PC und Internetzugang ausgerüstet.
    Im Medienpool befindet sich neben der schulüblichen Ausstattung eine Vielzahl an Geräten für die Unterstützte Kommunikation und ein Whiteboard.
  • Für Theateraufführungen verwenden wir eine mobile Bühne mit Lichttraverse und Soundanlage.
  • Jede Klasse verfügt über eine Vielzahl an Lehr- und Lernmitteln.

 

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