Berufsschulstufe

Stufenkonzept

Die abschließende Schulstufe im Förderzentrum, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung umfasst die 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe. Sie ermöglicht Schüler*innen die Erfüllung der Berufsschulpflicht. In der Regel sind die Schüler*innen hierfür drei Schuljahre in der Berufsschulstufe. Mit dem Besuch der Berufsschulstufe wird die zwölfjährige Vollzeitschulpflicht erfüllt (vgl. Bay- EUG Art.41 Abs.3 Satz 2).

Schwerpunkte der Förderung:

  • Förderung und Entwicklung der Kompetenzen der Schüler*innen
  • Stärkung von Selbstbestimmung und Selbständigkeit der jungen Menschen
  • Vorbereitung der Schüler*innen auf das Leben als erwachsene Mitglieder der Gesellschaft in größtmöglicher Teilhabe
  • Begleitung bei der persönlichen Lebensgestaltung
  • Ermöglichung eines passenden persönlichen Weges in das Arbeitsleben

Die Schüler*innen werden auf konkrete Situationen im Erwachsenenalter vorbereitet. Dies geschieht über Wahlmöglichkeiten, die Anerkennung ihrer Entscheidungen und die Übertragung von Verantwortung. Erwachsengemäße Umgangsformen wie die Anrede mit "Sie" tragen dazu bei, dass sie eine altersgemäße Distanz zu Lehrkräften und anderen Menschen erleben und erlernen.Erwachsene Schüler mit intensivem Förderbedarf erfahren in der Berufsschulstufe eine altersgemäß gestaltete basale Förderung, die sie auf den Besuch einer Förderstätte vorbereitet.

 Der aktuell gültige LehrplanPlus (www.lehrplanplus.bayern.de) sieht für die 10., 11. und 12. Jahrgangsstufe im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung folgende Fächer vor:

  • Persönlichkeit und soziale Beziehungen (1.-12.)
  • Sport und Bewegung (1.-12.)
  • Grundlegender entwicklungsbezogener Unterricht (1.-12.)
  • Beruf und Arbeit
  • Freizeit
  • Leben in der Gesellschaft
  • Mobilität
  • Wohnen
  • Katholische und evangelische Religionslehre (1.-12.)

 Der Unterricht in der Berufsschulstufe weist unterschiedliche Organisationsformen auf:

  • Klassenverband
  • geteilte Klasse im Fachunterricht, z. B. Wohnen
  • klassenübergreifende Arbeitsgruppen am Praxistag: Autopflege, Arbeitsfeld Holz, Hausmeisterei/Garten, Fördergruppe, Genuss-Service, Schülercafé, Kooperationsprojekt mit den Amberger Jurawerkstätten
  • klassenübergreifender Unterricht zu unterschiedlichen Themen: "Frauen und Männer", Betriebsbesichtigungen, Besuch der Arbeitsagentur, Kooperationsprojekte mit der Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Soziales in Sulzbach-Rosenberg sowie mit der Luitpoldschule Amberg
  • Wahlangebote: Schulchor, Schulband, Tanzkurs, Teilnahme an Sportveranstaltungen/-turnieren
  • Hausinterne Praktika in den Abteilungen Hausmeisterei, Kfz/Fahrdienst, Verwaltung und Verpflegungsküche
  • Externe Praktika: in Betrieben, Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung, Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Förderstätten
  • Wöchentliche Versammlung der Berufsschulstufenklassen
  • Teilnahme an Schulfesten und –veranstaltungen
  • Teilnahme an den Klassenelternabenden
  • Schüler*nnen-Eltern-Informations-Veranstaltungen zu den Themen: „Was ist die Berufsschulstufe der Rupert-Egenberger-Schule?“, „Was kommt nach der Schule? – berufliche Perspektiven“

 
Zusammenarbeit mit externen Institutionen

Die Berufsschulstufe arbeitet mit schulischen und mit außerschulischen Partnern zusammen, deren Fachkompetenz das Angebot der Schule ergänzt. Durch die Einbeziehung der nachschulischen Welt werden Zukunftsperspektiven eröffnet und angebahnt.

 Schulische Partner

  • Haus des Guten Hirten Schwandorf–Ettmannsdorf, Zentrum für berufliche Förderung und Ausbildung
  • Luitpoldschule Amberg
  • Berufliches Schulzentrum Sulzbach-Rosenberg: Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung, Kinderpflege und Sozialpflege

Außerschulische Partner

  • Bereich Arbeit: Rehaabteilung der Bundesagentur für Arbeit, Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und Förderstätten unterschiedlicher Träger in Amberg, Sulzbach-Rosenberg, Schwandorf, Oberviechtach, Michelfeld, Wernberg, Reichenbach, Regensburg-Schwabelweis, Integrationsfachdienst der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg, Betriebe in Amberg, in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf, Gesundheitsamt Amberg
  • Bereich Wohnen: Wohneinrichtungen unterschiedlicher Träger
  • Bereich Freizeit: Offene Behindertenarbeit der Lebenshilfe Amberg-Sulzbach e. V.
  • Bereich Religion: Pfarrei St. Michael und evangelische Paulanergemeinde Amberg
  • Bereich Persönlichkeit und soziale Beziehungen: DonumVitae

 

Informationen in Leichter Sprache

 

 

 

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