Konzept

Schlüsselkompetenzen

Ausgehend von grundlegenden Kompetenzen, die für Menschen jeden Alters Lebensbewältigung und Lernen ermöglichen, werden Lerninhalte ausgewählt und methodisch aufbereitet. Dabei wird der Erwerb von Schlüsselkompetenzen aus den Feldern sozial-kommunikative Kompetenzen, Selbstkompetenzen und kognitive Kompetenzen berücksichtigt und gezielt mit alters- und entwicklungsgemäßen Spiel- und Lernangeboten verknüpft.

Kommunikation und Sprache

Sich ausdrücken, von seiner Welt erzählen, sich austauschen, in eine Gemeinschaft einfinden, verstanden werden -  dies sind Grundbedürfnisse menschlichen Lebens. Zentrale Aufgabe ist es, eine Grundlage für wechselseitige Verständigung zu schaffen. Vielen Kindern ist es nicht möglich, lautsprachlich zu kommunizieren. Daher werden verschiedene Verfahren wie Gebärden, Bildsymbole und elektronische Hilfen zur Unterstützenden Kommunikation angeboten.

Sprachanlässe entstehen und werden genutzt:

  • bei gemeinsamer Brotzeit und Mittagessen erleben die Kinder, dass Essenszeiten nicht nur als Nahrungsaufnahme dienen
  • bei Spielhandlungen durch gezielte Interventionen
  • im intensiven Kontakt bei täglichen Verrichtungen oder Pflegesituationen
  • bei Konflikten werden altersentsprechende Lösungsstrategien angebahnt

Hierbei kommt dem Personal eine wichtige Rolle des Sprachvorbildes für Kinder mit Förderbedarf zu.

Psychomotorik

Im wechselseitigen Zusammenspiel von Bewegen und Wahrnehmen erschließen sich Kinder subjektiv bedeutsame Umweltgegebenheiten. Zugleich machen sie ganzheitliche Erfahrungen mit ihrem eigenen Körper. Die Anwendung des Konzepts der Psychomotorik soll hier – wie auch in der Frühförderung und der SVE des HPZ – handlungsleitend sein. Es betont den engen Zusammenhang von Wahrnehmen, Erfahren, Erleben und Handeln. Damit wird Bewegung nicht allein auf den Körper bezogen betrachtet. Vielmehr ist Bewegung Ausdruck der gesamten Persönlichkeit. Folglich ist es Ziel der Psychomotorik, die Persönlichkeit des Kindes über motorische Lernprozesse zu entwickeln. Dies erfolgt:

  • durch Bewegung anregende Gestaltung der Räume, die es den Kindern ermöglicht, ihr bereits vorhandenes Bewegungsrepertoire zu erproben, zu sichern und auszubauen;
  • in Spielhäusern, an variablen Spielpodesten;
  • durch Gestaltung von Bewegungsräumen wie etwa Bällebad, Vestibulärraum, Kletterwand sowie die Ausstattung des Außenbereichs mit geeigneten Klein- und Großgeräten;
  • durch die Einbeziehung von Bewegungsmöglichkeiten in Lernsituationen und Tagesablauf sowie durch ein rhythmisiertes Abwechseln von Bewegungs- und Entspannungsphasen.
Musik und Kunst

Die Möglichkeit, kreativ-künstlerisch zu gestalten, trägt dazu bei, dass sich Kinder als selbstwirksam erfahren. Insofern sind die musischen Lernbereiche im Hinblick auf die Persönlichkeitsentwicklung von hoher Bedeutung. Die Pädagoginnen und Pädagogen vermitteln Freude an der Gestaltung, unterstützen die Entwicklung eigener Ausdrucksformen und geben Anregungen für kreative Prozesse. Besonders für Kinder mit kognitiven Beeinträchtigungen stellen musikalische und ästhetische Kommunikationsformen sowohl einen wichtigen Zugang zur Welt als auch eine elementare Ausdrucksform dar. Insofern eignen sich Aktivitäten aus diesen Bereichen in hervorragender Weise für gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung.

Die praktische Umsetzung erfolgt mit Hilfe vielfältiger Materialien und in Räumen, die klar strukturiert und architektonisch ästhetisch gestaltet sind. Im Vordergrund steht nicht das Basteln, sondern die kreative Gestaltung in Anlehnung an das Konzept der „Schule der Phantasie“ und nach Möglichkeit auch in Kooperation mit Künstlern aus der Region.

Für hervorragende Arbeit auf musikalischem Gebiet wurde der SVE im Jahr 2010 der Felix-Preis des Deutschen Chorverbandes für tägliches und kindgerechtes Singen und Musizieren im Kindergarten verliehen.

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